Autogas

Wer ein eigenes Auto besitzt, wird um diese Erkenntnis nicht herumgekommen sein können: Benzin wird teurer und teurer. Da wünscht man sich doch, es gäbe andere Kraftstoffe, die man tanken könnte. Gibt es ja auch schon längst: Autogas.

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Wie einige sicherlich wissen, ist es möglich Flüssiggas als einen Treibstoff zu verwenden. Bei diesem Flüssiggas handelt es sich allerdings nicht um verflüsstiges Erdgas (Flüssiggas zum Heizen) , sondern um Autogas aus Propan/Butan. Beides kommt jedoch in Fahrzeugen zum Einsatz. Fahrzeuge mit Gasmotoren gab es schon relativ früh, sogar vor dem ersten Benzin- oder Dieselfahrzeug. So baute Étienne Lenoir im Jahr 1862 das erste gasbetriebene Automobil. Zur gleichen Zeit erfand auch Nicolaus August Otto seinen Ottomotor. Anfangs setztens sich die Gasfahrzeuge durch, was bis zu den 50er Jahren auch so blieb. Ab diesem Zeitpunkt wurde mehr auf Benzinfahrzeuge gesetzt als vorher.

Unterschiede

Es gibt einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Varianten des gasbetriebenen Automobils. So sind Flüssiggas und Erdgas durchaus nicht leistungsgleich. Denn bei der Verbrennung von Flüssiggas in einem Motor werden pro Molekül Propan um die fünf Sauerstoffmoleküle verbraucht. Beim Erdgasfahrzeug ist es hingegen so, dass pro Molekül Methan nur zwei Sauerstoffmoleküle verbraucht werden. Es muss in einem solchen Fall deutlich mehr Erdgas verwendet werden, um den Wagen am laufen zu halten. So ergibt sich ein Leistungsverlust von ungefähr 12 bis 15%. Beim Flüssiggas hat man 3,8% Leistungsverlust. Bemerkbar werden derartige Verluste bei Fahrzeugen mit schwachen Motoren.

Natürlich kann man Autogas und auch Erdgas nicht einfach so tanken. Vorher muss man seinen Wagen noch umrüsten. Dies ist beim Flüssiggas recht unkompliziert und kostet um die 3500 Euro, Beim Erdgasfahrzeug sieht die Sache ähnlich unkompliziert aus. So braucht man einen Erdgastank, ein Zuleitungssystem und einige Veränderungen am eigenen Ottomotor. Man kann sich aber auch gleich ein Fahrzeug kaufen, dass Autogas und Erdgas serienmäßig verarbeiten kann. Denn immer mehr Hersteller bieten in letzter Zeit auch Serienmodelle mit Gasfunktion an.

Mit Erdgas und Autogas tut man aber nicht nur etwas für die Umwelt. Es ist auch günstiger als zum Beispiel normales Benzin. Dies liegt zum Teil auch daran, dass durch das "Gesetz zur Fortentwicklung der ökologischen Steuerreform" der Steuersatz für Erdgas bis 2020 auf 13,90 Euro pro MWh festgelegt wurde. Leider wurde dieses im Jahre 2006 noch einmal gekürzt, so dass diese Steuerbegünstigung nur noch bis zum Jahre 2018 gilt. Trotzdem ist eine Umrüstung oder der Kauf eines gasbetriebenen Autos allemal eine Überlegung wert.