Nachtstrom - Die Alternative zum konventionellen Heizen?

Mit dem Nachtstrom hat man ein effektives Werkzeug an der Hand, um seine Stromkosten nachhaltig zu senken. Denn der Preis für Nachtstrom ist besonders niedrig.

Das liegt daran, dass sich die Kosten sich in den sogenannten Niedertarifzeiten berechnen. Das heißt der Nachtstrom wird, wie es der Name bereits verrät, in der Nacht gesammelt. Aber auch am Wochenende kann man auf diese Energie bauen. Der Strom, der quasi in der Nacht oder am Wochenende passiv bezogen wird, kann gespeichert werden. Darum ist der Tarif so günstig. Oder zumindest war er das einmal.

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Nachtstromanbieter erhöhen die Preise

Die Nachtstromtarife sind nämlich in der letzten Zeit, genau wie alle anderen Stromtarife, in die Höhe geschossen. Denn allein in den vergangenen drei Jahren gab es enorme Preissteigerungen bei jedem Nachtstromanbieter. Diese belaufen sich auf bis zu 70%. Somit ist der Nachtstrom momentan sogar teurer als Gas oder Heizöl. Jetzt fragt sich wahrscheinlich jeder, der von Nachtstrom vorher nichts gehört hat, wieso es jetzt um Heizkosten geht. Das liegt einfach daran, dass dieser Strom eine Heizquelle ist. Denn um die, zumindest ehemals, günstigeren Tarife nutzen zu können, braucht man ein zusätzliches Gerät. Bei diesem handelt es sich um einen Nachtspeicherofen. Dieser Nachtspeicherofen speichert sämtlichen Strom, der in der Nacht oder am Wochenende, den sogenannten Schwachlasttarifzeiten, bezogen wird und wandelt ihn in Wärmeenergie zum Heizen um. Somit handelt es sich beim Nachtstrom um eine Form der Heizenergie.

Doch zurück zu den Erhöhungen des Strompreises. In Deutschland gibt es noch ungefähr um die zwei Millionen Elektroheizungen. Diese ziehen ca. 13 Prozent des Stromverbrauchs eines deutschen Durchschnittshaushalts an sich. Noch vor 10 bis 15 Jahren stellte das absolut kein Problem dar, war sogar eine günstige Alternative. Denn damals kostete die Kilowattstunde Nachtstrom noch 3 bis 4 Cent. Aber heute ist das nun mal anders. Und anders heißt dabei teurer. Denn auch die Nachtstrompreise können sich den allgemeinen Erhöhungen nicht entziehen. So kann heute mit Kosten um die 15 Cent pro Kilowattstunde rechnen. Gas oder Öl kann man mittlerweile für weniger haben.

Strompreisvergleich: Nachtstrom wird immer teurer

Wie weiter oben erklärt, speichert die Nachtspeicherheizung nachts den aufgenommenen Strom und gibt diesen tagsüber in Form von Wärme wieder ab. Eine gute Sache, eigentlich. Doch als diese Methode in den Siebzigern eingeführt wurde, waren die Stromkraftwerke in der Nacht auch weniger ausgelastet. So kamen dann auch die günstigen Tarife zustande. Heute ist das aber anders. Die Menschen sind nachts beinahe genauso aktiv wie tagsüber. Dies liegt auch daran, dass unsere alltägliche Umgebung zunehmend technisiert wird. Und da kommt das Problem mit den Zweitarifzählern ins Spiel. Normalerweise werden die Nachtstromtarife nämlich extra mit einem zweiten Zähler abgerechnet. Doch nur wenige Stromanbieter unterscheiden überhaupt noch zwischen Tag- und Nachtstrom. Meist nur, wenn der Kunde sowieso noch in einem älteren Vertrag ist.

Will man nun wechseln, gestaltet sich das leider nicht ganz so einfach. Denn einen günstigeren Strompreis für Nachtstrom wird man nicht finden, weil die meisten Stromanbieter diese Angebote eingestellt haben. Deswegen sollte man sobald es geht auf ein normales Heizungssystem umrüsten. Denn bei einem Wechsel zu einem Tagtarif würde der zusätzliche Stromverbrauch horrende Kosten verursachen.